Plastikfasten

Challenge #14 (Donnerstag, 04.03.)

"Kaffee und Tee genießen"

+++ Mehrweg-Kapseln +++ Filter aus Edelstahl +++ Tee-Sieb +++ Teebeutel DIY +++ Fair-Trade +++ Alternativen +++

Hinweis in eigener Sache: Bei allen Inhalten mit Bezug auf Produkte, Dienstleistungen, Unternehmen etc. handelt es sich um unbezahlte Werbung, die allein auf unserer Überzeugung beruht, im Sinne des Umweltschutzes etwas Gutes zu tun.

Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Knapp zwei Tassen trinkt jede*r pro Tag durchschnittlich. Weltweit gesehen ist nach Wasser Tee das beliebteste Getränk. Grund genug zu fragen, ob wir beides plastikfrei konsumieren können.

Doch eines gleich vorweg: Qualität schlägt Quantität. Achte beim Einkauf auf Fair-Trade-Siegel (hergestellt ohne Kinderarbeit und zu fairen Löhnen) und Ökosiegel (kein synthetischer Dünger und keine Pestizide). Nun aber zu den Details:

Zum Kaffee:

Zweifellos ist der Trend zum schnellen Kaffeegenuss alles andere als empfehlenswert (s. Challenge #5 „Alternativen zu Coffee to go“). Dazu gehören auch fertig portionierte Kaffeekapseln. Sie sind häufig aus Aluminium und/oder Plastik und erzeugen viel Müll. Wer sich die Mühe macht, und die enthaltene Menge hochrechnet, kommt nicht selten auf Preise von mehr als 60 Euro/kg. Das sind gleich mehrere Gründe, nach Alternativen zu suchen. Eine wären kompostierbare Kapseln. Das trifft aber häufig nur auf Teile der Kapsel zu. Und weiterhin steht der produzierte Müll immer noch ich keinem Verhältnis zu der kleinen Menge Kaffee, die verpackt ist. Hierbei handelt es sich um nichts anderes als Greenwashing. Besser klingen da schon wiederbefüllbare Mehrweg-Kapseln, die Du selbst mit Deinem Lieblingskaffee befüllen kannst.

Noch besser sind unserer Ansicht nach wiederverwendbare Filter, wie z. B. aus Edelstahl. Hier kannst Du komplett auf Plastik verzichten, und verursacht auch keinen anderen Abfall, und seien es nur kompostierbare Filtertüten oder Pads. Denn auch sie mussten zunächst produziert werden, was Rohstoffe kostet, Transportaufwand, Lagerhaltung usw. bedeutet.

Wo aber kommen die Kaffeebohnen überhaupt her? Wenn Du schon hier auf die Verpackung verzichten möchtest, dann hilft ein Unverpacktladen auf jeden Fall weiter. Oder Du fragst dort nach, wo Kaffee geröstet wird. Vielleicht hast Du Glück, und man füllt Dir frischen Kaffee in Dein mitgebrachtes Behältnis 🙂

Übrigens kannst Du Deine Challenge ausweiten. Denn nicht jede*r trinkt seinen Kaffee schwarz. Was ist mit Pflanzen- und Kuhmilch? Gibt es sie ohne Plastik? Wie ist es mit Zucker? Und was geschieht mit dem Kaffeesatz? Wo kann der noch Verwendung finden?! Gibt es möglicherweise Kaffee-Alternativen, deren ökologischer Fußabdruck kleiner als das klassische Getränk ist? Dieses und Anderes erfährst Du bei den Stammtischen des Zero Waste Itzehoe e. V.

Zum Tee:

Auch den Tee gibt es fertig vorportioniert in Beuteln, häufig mit Metallklammer, Papierschild und Faden, dann nochmals einzeln in Papier oder Plastik eingepackt, und schließlich in z. B. 10er Packungen verkauft. Eine Menge Material, das schnell zu Müll wird. Geht es auch anders? Na klar!

Tee gibt es lose zu kaufen, z. B. im Tee-Kontor in Itzehoe oder im Unverpacktladen Itzehoe. Auch Edeka Frauen am Rotenbrook in Itzehoe bietet losen Tee an. Und im Sommer kannst Du z. B. Kamillenblüten oder Brennnesselblätter selbst sammeln und daraus frischen, leckeren Tee kochen. Tolle Kurse dazu bieten z. B.

Unkraut-Liebe in Horst

Rosmarin und Kinkerlitz in Wrist

Wildnisschule Wilde Pfade in Aasbüttel

Ideal um die Tee-Zutaten ziehen zu lassen sind z. B. ein Tee-Ei oder eine Tee-Zange. Oder Du kippst den gesamten Tee nach dem ziehen einmal durch ein Sieb. Es ist also wirklich nicht schwierig, auf Teebeutel zu verzichten.

Ein klasse Tipp, auch als Präsent, sind übrigens selbstgenähte Teebeutel. Diese kannst Du z. B. unterschiedlich befüllen und später immer wieder verwenden. Nur heiß auswaschen oder bei Bedarf mit etwas Zitronensäure oder Seife behandeln. Dazu gibt es im Internet übrigens tolle Anleitungen, auch per Video.

Und hast Du schon einmal von der jap. „Tee-Zeremonie“ gehört? Nein? Dann folge diesem Link. Hier wird das Teetrinken als besonderes Erlebnis regelrecht zelebriert. Die Tee-Zeremonie kommt übrigens aus dem Zen-Buddhismus.

Wie beim Kaffee auch kannst Du die Challenge ausweiten, indem Du Dir Gedanken über weitere Zutaten zum Tee machst.

Weitere Infos:

minimalwaste.de – Zero Waste Kaffee und Tee ohne Plastik

smarticular.de – Kaffee ohne Müll – 7 Alternativen zu Nespresso

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