Plastikfasten

Challenge #17 ( Montag, 08.03.)

„Mülltrennung für Recycling“

+++ Recycling +++ Mithelfen +++ Sortenreinheit +++ Bioplastik +++ Links +++

Natürlich weißt Du mittlerweile, dass der beste Müll der ist, der gar nicht erst entsteht. Trotzdem wird der größte Müllvermeider den einen oder anderen Müll entsorgen müssen. Der Wortherkunft her entledigen wir uns bei der „Entsorgung“ unserer Sorgen. Dies recyclinggerecht hinzubekommen, ist schwieriger als gedacht. Im Kreis Steinburg haben wir für den klassischen Hausmüll in der Regel drei Tonnen vor der Haustür stehen. Eine für Restmüll, eine für Bioabfall und eine für Papier. Auf dem Land gibt es auch noch schwarze Säcke für den Restmüll.

In diesem Beitrag wollen wir uns auf den Plastik-Verpackungsmüll konzentrieren.

Bedauerlicherweise wird er noch in gelben Säcken gesammelt, die bei Sturm häufig ihren gesamten Inhalt in der Landschaft verteilen. Vor dem Jahr 2024 wird es aber im Kreis Steinburg definitiv keine Umstellung auf die gelbe Tonne geben. Plastiksäcke, um Plastik zu entsorgen. Verrückt.

Unsere Empfehlung: Bereite Deinen noch unvermeidbaren Plastikmüll so vor, dass er besser recycelt werden kann.

Zuallererst: Was darf und was darf nicht in den gelben Sack? Link Amt Breitenburg:

Was gehört in den gelben Sack?

Das Problem bei der Entsorgung ist, dass nicht sortenreine Kunststoffe die Wiederverwendung erschweren oder verhindern. Das beste Beispiel ist einleuchtend: Ein Joghurtbecher mit Aludeckel. Wenn Du diesen nicht abziehst, kann weder das Aluminium noch der Kunststoff sortenrein aufbereitet werden. Schokoladentafeln werden auch gern in Alu und Papier/Plastik verpackt. Zusammengeknüllt wird beides in der Verbrennung oder in der Umwelt landen (oft auch auf ostasiatischen, unkontrollierten Müllkippen)

Wenn Du also offensichtliche zwei Materialien im gelben Sack entsorgst, dann trenne sie voneinander. Schön wäre es, wenn die Hersteller dies schon umsetzen würden, aber solange dies nicht der Fall ist, kannst Du durch achtsames Entsorgen dabei helfen.

Noch ein Hinweis zu den trügerischen Lösungen im Zusammenhang mit dem Biomüll., nämlich Tüten aus „Bioplastik“. Wir raten dringend davon ab, dieses „Bioplastik“ zu benutzen. Es suggeriert, dass das Plastikproblem gelöst sei. ABER: „Bioplastik“, wie es heute angeboten wird, muss weder aus nachwachsenden Rohstoffen sein, noch biologisch abbaubar sein.

In den meisten Fällen haben Kompostierungsanlagen mit diesen Kunststoffen richtige Probleme. Die biologische Abbaubarkeit dauert auch hier viel zu lange. Es landet dann im Kompost und ist dazu von anderem Plastik nicht zu unterscheiden. Dies erschwert das Biomüllrecycling. Wer wäre als Käufer nicht enttäuscht über die vielen Plastikschnipsel im „Naturprodukt“ Kompost.

Ähnliches gilt für Hundekotbeutel, wenn sie aus „Bioplastik“ sind. Sie müssen genauso im Restmüll entsorgt werden wie herkömmliche Beutel. Einzig Hundekotbeutel aus Wellpappe können wir hier empfehlen. Die Entsorgung sollte trotzdem über den Restmüll stattfinden. Alternativ vergräbst Du die Exkremente vor Ort, ohne sie einzusammeln.

Und wenn Du es vermeiden kannst, dann kauf kein schwarzes Plastik. Es ist nicht zu recyceln, genau wie verschmutzte Kunststoffe. Die gehören in den Restmüll.

Folgende Links empfehlen wir:

Infos zum Bioplastik vom Umweltbundesamt:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/tueten-aus-bioplastik-sind-keine-alternative

Tipps zu Hundekotbeuteln mit Empfehlungen:
https://utopia.de/ratgeber/hundekotbeutel-gibt-es-eine-nachhaltige-variante/

Wildplastic
https://www.wildplastic.com/

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