Plastikfasten

Challenge #18 (Dienstag, 09.03.)

"Küchenutensilien austauschen"

+++ Schneidbretter +++ Kochlöffel +++ Vorratsdosen +++ Melamingeschirr +++ Küchenrolle u. a. +++

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Weil die Produktion von Kunststoff unheimlich billig ist, haben Plastikartikel schleichend die gesamte Küche erobert. Ganz anders also als noch vor Jahrzehnten, als viele Gegenstände aus Porzellan, Metall oder Holz in der Küche zu finden waren. Heutzutage wissen wir, dass so mancher Bestandteil von Kunststoffen beim Einsatz in der Küche in unsere Lebensmittel übertritt! Hier geht es also direkt um Deine Gesundheit.

Daher inspizierst Du heute Deine Küche. Gehe alle Schubladen und Schränke durch. Wo ist überall Plastik im Einsatz? Wenn Du bisher nicht weiter darauf geachtet hast, wird es wahrscheinlich eine Menge sein. Einwegprodukte wie Frischhaltefolie, Plastikteller oder Strohhalme wirst Du hoffentlich eh nicht besitzen. Überlege Dir auch gleich, welche Küchenutensilien du wirklich brauchst. In den meisten Küchen gibt es eine Vielzahl an Küchenhelfern, die nur sehr selten zum Einsatz kommen – Wenn Du jetzt auf plastikfrei umstellst, kannst du auch gleich reduzieren auf weniger Teile in nachhaltiger Qualität. Da macht das Kochen noch mehr Spaß.

Schneidbretter – Nutzt Du Schneidbretter aus Kunststoffen? Dann schau sie Dir mal genauer an: Sehr wahrscheinlich wirst du viele Schnitte in der Oberfläche erkennen. Dadurch schneidest Du dir direkt kleinste Plastikteilchen in Dein Essen – keine schöne Vorstellung, oder? Solche Schneidbretter solltest Du schnellstmöglich gegen unbedenkliche Materialien wie Holz, Glas oder Stein austauschen.

Rührbesen, Kochlöffel, Pfannenwender und Co. – Wer schon mal einen Rührbesen aus Kunststoff im heißen Topf vergessen hat, weiß, wie das enden kann. Schaffe Dir Alternativen aus Edelstahl oder Holz an.

Vorratsdosen, Rührschüsseln – Vermutlich hast auch Du diverse Plastikdosen für Deine Vorräte, Speisereste oder zum Teigbereiten – schön bunt, vielseitig und bruchsicher. Aber es besteht immer die Gefahr, dass dieses Material Schadstoffe absondert, die dann in Deinen Speisen landen. Und am Ende der Lebensdauer macht Plastik der Umwelt mächtig zu schaffen. Ersetze also Deine Vorratsbehälter durch Glasgefäße, Edelstahl oder nutze Porzellanschalen mit einem Teller als Deckel.

Gegenstände aus Melamin – Melamin ist ein sehr hartes, bruchsicheres Kunstharz, das gern für farbenfrohe Teller, Schalen und diverse andere Küchenartikel verwendet wird. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt davor, dass bei unsachgemäßem Gebrauch (z. B. Hitze über 70 °C) Formaldehyd austreten kann. Solches Geschirr solltest Du besser nicht benutzen.

Warum kein Kunststoffgeschirr

Tipps der Verbraucherzentrale zu Kunststoffgeschirr

Bratpfanne – Mittlerweile gibt es sogar im Supermarkt billige Pfannen, die dann meist auch schnell wieder entsorgt werden müssen, weil sie zerkratzt oder verzogen sind. Schaff Dir lieber ein hochwertiges Modell an, an dem Du lange Freude hast. Die meisten Pfannen haben eine Antihaftbeschichtung aus Teflon, also einer Kunststoffbeschichtung. Auch wenn die Meinungen, ob davon eine Gefahr für die Gesundheit ausgeht, sehr unterschiedlich sind, belastet die Herstellung von Teflon die Umwelt stark. Informiere Dich gründlich und suche ein nachhaltiges Produkt, dass für Deine Kochgewohnheiten passend ist.

Hier ist eine gute Beurteilung verschiedener Materialien: Tipps zu Bratpfannenbeschichtungen

Mikrowelle – Nicht jeder Gegenstand aus Kunststoff ist geeignet, in der Mikrowelle erhitzt zu werden. Durch unsachgemäßes Erhitzen können Plastikbestandteile auch in Deine Speisen übergehen! Also achte unbedingt auf die Kennzeichnung Deiner Schüsseln und Teller, ob sie für die Mikrowelle geeignet sind! Im Zweifelsfall solltest Du lieber keine Kunststoffe in der Mikrowelle nutzen.

Der Vollständigkeit halber noch ein paar Hinweise:

Backpapier – Backpapier enthält eine Antihaftbeschichtung, daher ist der Name „Papier“ irreführend. Du darfst es auch nicht in den Papiermüll werfen. Angebliche Alternativen sind zum Beispiel Folien aus Glasfaser und Backmatten aus Silikon. Aber auch sie sind aus Umweltsicht bedenklich, spätestens bei der Entsorgung. Die Lösung ist letztlich ganz einfach: Am besten für die Umwelt ist das klassische Einfetten des Backblechs und ggf. noch etwas mit Mehl bestäuben. Oder Du besorgst Dir ein Backblech aus Glas. So sparst du auch eine Menge Müll. Alternativen zu Backpapier

Haushaltsrolle – „Wisch und weg“, damit wirbt eine Firma. Küchenpapier ist zwar nicht aus Plastik, aber es ist dennoch ein völlig überflüssiges Produkt und produziert viel Müll. Selbst dann, wenn das Haushaltspapier aus Recyclingpapier sein sollte, kannst Du besser komplett darauf verzichten, in dem Du Deine Gewohnheiten änderst. Als Alternative bietet sich ein einfacher Baumwolllappen an, der wieder gewaschen werden kann. Leg Dir einen kleinen Stapel davon an, damit Du diese auch regelmäßig wechseln kannst.

Wenn Du gern strickst oder häkelst, kannst Du Dir solche Lappen auch schnell selber machen. Und wenn Du bisher Küchenkrepp als Serviette benutzt hast, stelle um auf Stoffservietten.

Viele weitere Tipps für Deine Küche findest Du auch in unserer Challenge #26 „Lebensmittel haltbar machen“.
Gerne kannst Du zu den Zero-Waste-Stammtischen kommen, wo wir uns über weitere Punkte unterhalten.

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