Plastikfasten

Challenge #21 (Freitag, 12.03.)

"Ein leckeres Eis schleckern"

+++ Eis in der Waffel +++ Löffel in der Tasche +++ vor Ort genießen +++ viele kleine Plastik-Fallen +++

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Du wirst Dich wohl fragen: „Eis essen? Wie kann das eine Herausforderung sein?!“ Nun ja, natürlich geht es darum, dies plastik- und vielleicht sogar ganz müllfrei zu gestalten! Da scheidet der Einkauf im Supermarkt schon generell aus. Denn dort gibt es nur abgepacktes Eis. Also geht es heute zur Eisdiele!

In der Eisdiele begegnest Du sogleich einer Besonderheit. Während der Verzehr von Lebensmitteln to go generell den meisten Abfall erzeugt, ist es hier anders. Ein paar Kugeln Eis mit Streusseln und Sahne in einem Waffelhörchen auf die Hand, das ist komplett plastik- und müllfrei.

Schwieriger wird es schon, wenn das Verkaufspersonal ungefragt eine Serviette um die Waffel wickelt oder diese von vornherein in einer Tüte ist. Hier musst Du ungeheuer aufpassen und schon vorab darum bitten, dass Du dies nicht wünscht. Und trotzdem kommt es oft vor, dass das Verkaufspersonal aus lauter Gewohnheit Deine Bitte überhört.

Der Griff zum Becher mit Löffel verbietet sich heute natürlich. Allerdings gibt es Eisdielen, die essbare Waffelbecher anbieten. Vielleicht fragst Du einfach direkt danach? Im Idealfall gibt es dann noch Löffel aus Holz dazu, und du kannst sogar Eis im Becher plastik- und fast müllfrei genießen. Das nächste Mal planst Du noch besser vor, und bringst gleich von Zuhause einen Löffel mit. Es bietet sich für die Zukunft sogar an, immer einen dabei zu haben. Dann kannst Du auch spontan ein Eis mit Löffel essen. Und falls kleine Kinder mitkommen, empfehlen wir noch einen feuchten Lappen in einem Behälter mitzunehmen. So ersparst Du Dir auch die Servietten. Du siehst: Gute Planung und Vorbereitung hilft immer, um plastik- und müllfrei durch das Leben zu gehen.

Du kannst Deine Challenge erweitern, indem Du Dir Zeit nimmst und Dich heute in die Eisdiele setzt. Ganz im Sinne von Slow Food – genussvolles, bewusstes und regionales Essen statt to go (s. Challenge #27). Wenn Du nun z. B. einen Espresso bestellst, tappst Du in die Plastikfalle. Denn meistens wird Dir dazu ein Karamellkeks einzeln in Folie verpackt serviert. Auch sonst sind Zucker und Milch in der Regel einzeln verpackt und verursachen viel Plastik(müll).

Du kannst nun auch ganz entspannt beobachten, wie es anderen Gästen bei ihren Bestellungen ergeht. Werden z. B. Plastikstrohhalme serviert? Wie ist es mit Servietten, die ungefragt ausgeteilt werden? Oder warum stehen Tassen und Eisbecher eigentlich auf kleinen Tassendeckchen? Muss das sein? Daher ist die fortgeschritten Challenge, mit dem Personal ins Gespräch zu kommen. Und wenn es Deine Lieblings-Eisdiele ist, sprichst Du vielleicht sogar die*den Inhaber*in an. Vielleicht gibt es ganz unkomplizierte Lösungen und Alternativen zu dem viel zu schnell produzierten Plastik(müll).

Das Ziel unseres Vereins ist es sogar, dass Du mit Deinem mitgebrachten Behältnis ein paar Kugeln Eis abgefüllt bekommst. Entweder als Alternative zum Eisbecher oder um es geschwind nach Hause ins Gefrierfach zu bringen. Schließlich kriegt man von Eis nie genug 🙂

Was anderswo möglich ist, zeigt dieses Beispiel einer Zero Waste Eisdiele.

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