Plastikfasten

Challenge #23 (Montag, 15.03.)

"Gesunde Haarpflege"

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Montags haben Friseure traditionell häufig geschlossen. Also musst Du selbst Hand anlegen. Aber Du fragst Dich trotzdem, wie Haarpflege eine Herausforderung sein kann? Nun, es geht um die Änderung von Verhaltensweisen. Und das Ausbrechen aus alten Verhaltensmustern ist stets eine wahre Challenge! Und deshalb lautet Deine Aufgabe: Wasche Deine Haare mit einer festen Haarseife. Solltest Du nun die Stirn runzeln, geht es Dir wie vielen. Für die einen ist es eine völlig neue Erfahrung, für andere kein neuer Hinweis – und doch machen sie es nicht. Warum eigentlich nicht?!

Irgendwann hielten Shampoo, Duschgel, Flüssigseife und Co. Einzug in unseren Alltag und verdrängten die feste Seife. Vielleicht auch, weil in vielen Haushalten nur Kernseife vorhanden war, und diese pflegt die Haut nun wirklich nicht. Zudem sollten Seifen in den Kleiderschränken Motten vertreiben. Das Image der festen Seife war denkbar schlecht.

Heute ist das anders. Es gibt eine riesige Auswahl an festen Seifen, für jeden Hauttyp, für jeden Zweck und eben auch für die Haare. Der Vorteil: Häufig ziert sie nur eine kleine Papierbanderole oder kann ganz lose gekauft werden. Und die Zutatenliste ist deutlich überschaubarer als bei den Chemiebomben in der Plastikflasche.

Du bekommst feste Haarseife mittlerweile auch in vielen Geschäften, z. B. in Bioläden, Reformhäusern, Drogerien und Unverpacktläden. Du musst also nicht auf das Internet als Bestellplattform zurückgreifen.

Für diejenigen, die regelmäßig nach dem Haarewaschen eine Spülung benutzt haben, gibt es auch eine Lösung. Sie heißt „Saure Rinse“ und besteht aus 1 Liter Wasser mit 2 EL Apfelessig.  Sie ist in Nullkommanix angemischt und vollkommen frei von synthetischen Zusatzstoffen.

Erfahrene Plastikvermeider kennen sogar noch weitere Alternativen zum Shampoo in der Plastikflasche, von denen wir einige kurz erwähnen wollen. Die verschiedenen Methoden nennen sich „no poo“ (no shampoo). Stets geht es darum, auf das klassische Shampoo zu verzichten, vor allem, um den natürlichen Säureschutzmantel der Haut nicht zu zerstören.

Da wäre z. B. das Haare waschen mit Roggenmehl. Hierbei werden 4-5 EL sehr feines Roggenmehl in Wasser aufgelöst. Diese Mischung nimmst Du dann, um Deine Haare zu waschen.

Und noch andere schwören lediglich auf Wasser zur Reinigung. Zusätzlich werden die Haare ausgiebig gekämmt. Was anfangs zu fettigen Haaren führen kann, reguliert sich nach einigen Wochen sonst selbst, so berichten Anwender*innen.

Zum Schluss noch ein paar Tipps zum Transport und zur Aufbewahrung:

Falls Du auf Reisen bist, kannst Du die Seife in kleinen Seifendose transportieren. Häufig sind diese allerdings wieder aus Plastik oder z. B. Flüssigholz. Wir empfehlen ganz schlicht den Transport in einem Waschlappen. Den hast Du mit Sicherheit Zuhause liegen und brauchst nichts extra kaufen. Und es nimmt kein zusätzlicher Gegenstand unnötig Platz weg, wenn er gerade nicht genutzt wird.

Den Waschlappen kannst Du z. B. auch nutzen, um die Seife nach der Nutzung abzulegen. Oder Du besorgst Dir einen Luffa-Schwamm. Dabei handelt es sich übrigens um einen Teil des Schwammkürbisses (Luffa-Gurke). Die Aufbewahrung ist also absolut ökologisch.

Ein Überblick über alle „no poo“ Methoden zum Haarewaschen: Haare waschen ohne Shampoo
Kurze Infos zur „Sauren Rinse“: Saure Rinse
Unterschied Haarseife und festes Shampoo: Haarseife

Shampoo: jede*r muss hier seinen persönlichen Favoriten finden – einfach ein bisschen herumexperimentieren und nicht gleich aufgeben!

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